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Juli 25, 2006

Fahrzeugwechsel bei Zulassungsstelle melden

Rechtstipp: Fahrzeugwechsel sofort der Zulassungsstelle anzeigen


Andernfalls drohen schmerzhafte Strafgebühren für eine Zwangsstilllegung. Auf ein entsprechendes Urteil des Verwaltungsgerichts Potsdam weist die Deutsche Anwaltshotline hin.

In dem konkreten Fall hatte die zuständige Zulassungsstelle ein Motorrad umgehend zwangsstillgelegt, nachdem vom Haftpflichtversicherer eine Anzeige über die Beendigung des Versicherungsverhältnisses eingegangen war, erläutert Rechtsanwältin Mandy Riedel in Nürnberg. Der eingetragene Halter des Fahrzeugs habe sich aber geweigert, die ihm dafür in Rechnung gestellten Gebühren zu bezahlen. Er habe der Behörde vielmehr einen zwei Monate zuvor unterzeichneten Kaufvertrag vorgelegt, laut dem er schon längst nicht mehr Eigentümer des Motorrads sei.

Damit sei der Zahlungsbescheid aber nicht hinfällig, entschieden die Potsdamer Richter. Denn die Behörde habe durch Verschulden des Klägers erst von der Veräußerung des Fahrzeugs erfahren, als die Stilllegung schon erfolgt sei. "Die Beamten waren verpflichtet, den Fahrzeugschein sofort einzuziehen, als bei ihnen die Mitteilung über das Erlöschen des Versicherungsschutzes eintraf", erklärt Anwältin Riedel. Vorher erst noch eigene Erkundigungen bei dem eingetragenen Fahrzeughalter oder der Versicherung anzustellen, verstoße gegen die gesetzliche Auflage zum unverzüglichen Handeln, mit der andere Verkehrsteilnehmer vor unversicherten Fahrzeugen geschützt werden sollen. (ddp)

Mautsuenden in Oesterreich sind teuer

Mautsünder werden in Österreich deftig zur Kasse gebeten. Wer ohne gültige Vignette erwischt wird, zahlt als Pkw-Fahrer 120 Euro. Darauf weist der Autoclub ARBÖ in Wien hin. Bei Manipulation an bereits geklebten Vignetten werde gar der doppelter Betrag fällig.

Bei Nichtbezahlung der Streckenmaut auf den Autobahnen A 9, A 10, A 11, A 13, S 16 gelte der siebenfache Betrag des Tarifes einer Einzelfahrt. Besonders teuer werde es für diejenigen, die der Zahlungsaufforderung nicht oder nicht fristgerecht nachkommen: Bis zu 4000 Euro könne die Strafe betragen. Dieser Betrag werde auch fällig, wenn dem Stopp-Hinweis der Kontrolleure nicht nachgekommen wird. (ddp)

Bei Hitze nicht randvoll tanken

Angesichts der brütenden Hitze empfiehlt der Autoclub ACE dringend, beim Zapfen von Sprit und Diesel den Tank nicht mehr randvoll zu füllen. Da sich der Kraftstoff bei hohen Temperaturen ausdehne, könne er über die Tanklüftung entweichen und sich im schlimmsten Fall entzünden, warnte der ACE am Freitag in Stuttgart.

Entwarnung gab der ACE bei Reifen. Befürchtungen, Autoreifen würden bei großer Hitze leichter platzen, seien unbegründet. "Der Luftdruck wird zwar etwas höher, das beeinträchtigt aber nicht die Sicherheit. Reifen bersten jedenfalls nicht alleine deshalb, weil sie besonders heiß sind", sagte ein ACE-Techniker. (ddp)

Gebrauchtwagenreport: Toyota Corolla

Die wichtigste Aussage haben die ADAC-Techniker unter "Sonstiges" platziert: "Gehört zu den zuverlässigsten Fahrzeugen", heißt es lakonisch in ihrem Gebrauchtwagenreport über den Toyota Corolla. Auch die Prüfingenieure der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) bestätigen dem kompakten Toyota und Golf-Konkurrenten "hohe Zuverlässigkeit".

Seit 2001 gibt es den Corolla Verso, einen Kompaktvan auf Basis des Avensis. Die Gemeinsamkeit mit dem Corolla besteht lediglich in der Namensgebung in Deutschland. In der preisgünstigsten Modellversion bot Toyota seinen Kompaktklässler mit 1,4 Liter Hubraum (97 PS), 1,6 Liter (110) sowie als 2-Liter-Diesel (90 PS) an. In den schwächeren Motorversionen wirkt der Toyota allerdings schlapp. Die Durchzugsschwäche des Motors wird durch eine lange Getriebeauslegung verstärkt.

Besonders beliebt waren die Kombi-Modelle. Da es eine ziemlich komplette Serienausstattung zu damals günstigen Preisen gab, müssen heute Gebrauchtwagenkäufer nicht zu tief in die Tasche greifen. Alle Corollas besitzen eine sichere Straßenlage, wobei der Wagen grundsätzlich untersteuernd, also leicht beherrschbar konzipiert wurde. Eine leichtgängige Lenkung sowie der kleine Wendekreis sorgen zudem für Handlichkeit. Bei der Abstimmung von Federung und Dämpfung wählten Toyotas Ingenieure und Techniker für den Fronttriebler eine eher straffe, aber durchaus befriedigende Auslegung.

Aufgefallen ist den GTÜ-Prüfern, dass die Sitzbezüge relativ schnell verschleißen. Sonst sind die Spuren der Jahre bei normaler Pflege der Fahrzeuge innen wie außen gering. Ebenso unauffällig ist allerdings auch ihr Image. "Vielfach gilt der Corolla als graue Maus oder Rentnerauto", schildert GTÜ-Prüfingenieur Markus Beck seine Erfahrungen. Corollas werden also nicht mit dem Herzen, sondern mit dem Verstand gekauft. Zuverlässig, solide, sparsam.
Trotz der grundsätzlichen Solidität benennt der GTÜ-Fachmann einige negative Punkte, die er und seine Kollegen bei den vorgeschriebenen Fahrzeugüberprüfungen notiert haben. Negativ aufgefallen ist der Corolla bei den GTÜ-Untersuchungen hiermit:

- Ölverlust Motor
- Kennzeichenleuchten ohne Funktion
- Antriebswellenmanschetten undicht
- Stabilisator Hinterachse mit Spiel
- Bremsscheiben eingelaufen und/oder mangelhaftes Tragbild
- Probleme mit der Leuchtweitenregelung

(ddp)